WTI verringert einen Teil der durch Zölle inspirierten Verluste und findet etwas Unterstützung nahe der Marke von $69,00

WTI zieht heftige Verkäufe als Reaktion auf Trumps Ankündigung reziproker Zölle an.
Der bärische EIA-Bericht vom Mittwoch über die US-Rohöllagerbestände übt weiteren Druck aus.
Ein insgesamt schwächerer USD bietet etwas Unterstützung für die Ölpreise und begrenzt weitere Verluste.
Die Preise für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) setzen den Rückgang vom Vortag aus dem Bereich von $72,00, dem höchsten Niveau seit dem 21. Februar, fort und ziehen während der asiatischen Sitzung am Donnerstag heftige Folgeverkäufe an. Der Rohstoff findet jedoch in der Nähe der Marke von $69,00 etwas Unterstützung und handelt derzeit im Bereich von $69,65, was immer noch einem Rückgang von über 1% für den Tag entspricht.
Die umfassenden reziproken Zölle von US-Präsident Donald Trump schürten die Befürchtungen, dass der sich ausweitende Handelskrieg das globale Wirtschaftswachstum beeinträchtigen und die Nachfrage nach Kraftstoffen dämpfen könnte. Dies kommt zusätzlich zu einem bärischen Bericht, der am Mittwoch von der US-Energieinformationsbehörde (EIA) veröffentlicht wurde und zeigte, dass die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche überraschend um 6,2 Millionen Barrel gestiegen sind. Dies erweist sich als ein entscheidender Faktor, der auf die Rohölpreise drückt.
In der Zwischenzeit scheinen die Anleger nun überzeugt, dass eine durch Zölle bedingte wirtschaftliche Verlangsamung in den USA die Federal Reserve (Fed) zwingen könnte, ihren Zinssenkungszyklus bald wieder aufzunehmen. Darüber hinaus führt der Anti-Risiko-Fluss zu einem steilen Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen und zieht den US-Dollar (USD) näher an ein mehrmonatiges Tief, das im März erreicht wurde. Dies bietet wiederum etwas Unterstützung für in USD notierte Rohstoffe und hilft, die Verluste der Rohölpreise zu begrenzen.
Die Händler blicken nun auf die US-Wirtschaftsdaten, die die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und den US ISM Services PMI umfassen. Die Daten könnten die Preisdynamik des USD beeinflussen und dem schwarzen Gold etwas Auftrieb verleihen. Der Fokus wird jedoch weiterhin auf den Handelsentwicklungen liegen, die eine entscheidende Rolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen Stimmung in Bezug auf die Rohölpreise spielen sollten.
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