Goldpreis bleibt nahe dem Rekordhoch angesichts von Bedenken über Trumps Zoll-Entscheidung

Der Goldpreis gewinnt an positiver Dynamik angesichts der Bedenken über Trumps aggressive Handelspolitik.
Wetten auf Zinssenkungen der Fed halten die USD-Bullen in der Defensive und kommen dem XAU/USD-Paar zugute.
Eine insgesamt stabile Risikostimmung könnte die Gewinne vor Trumps Ankündigung von Zöllen begrenzen.
Der Goldpreis (XAU/USD) zieht während der asiatischen Sitzung am Mittwoch einige Käufer an und stoppt den moderaten Rückgang vom Vortag von einem neuen Rekordhoch. Investoren suchen weiterhin Zuflucht in traditionellen sicheren Anlagen angesichts der Unsicherheit über die sogenannten reziproken Zölle von US-Präsident Donald Trump und deren Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Darüber hinaus wirken geopolitische Spannungen als Rückenwind für das Edelmetall. Hinzu kommen die Ängste vor einer US-Rezession und die Aussichten auf weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed), die die Zuflüsse in das zinslose gelbe Metall antreiben.
In der Zwischenzeit hat der US-Dollar (USD) Schwierigkeiten, nennenswerte Dynamik zu gewinnen, da die wachsende Akzeptanz, dass eine durch Zölle bedingte wirtschaftliche Verlangsamung in den USA die Fed zwingen würde, ihren Zinssenkungszyklus bald wieder aufzunehmen, zu beobachten ist. Dies wird als ein weiterer Faktor angesehen, der den Goldpreis zusätzlich stützt, obwohl eine stabile Performance an den asiatischen Aktienmärkten und überkaufte Bedingungen im Tageschart die XAU/USD-Bullen davon abhalten könnten, neue Wetten abzuschließen. Investoren könnten sich auch entscheiden, an die Seitenlinie zu treten, bevor die mit Spannung erwartete Ankündigung der Zölle durch die Trump-Administration später heute erfolgt.
Daily Digest Marktbewegungen: Goldpreis-Bullen behalten die Kontrolle, während handelsbezogene Ängste weiterhin sichere Zuflüsse antreiben
Investoren sind besorgt über die potenziellen wirtschaftlichen Folgen von US-Präsident Donald Trumps Handelspolitik, was dem sicheren Goldpreis hilft, nach dem nächtlichen Rückgang von einem neuen Allzeithoch wieder an positiver Dynamik zu gewinnen.
Die jüngsten US-Makrodaten deuten auf eine weiterhin hartnäckige Inflation und eine verlangsamte wirtschaftliche Entwicklung hin, was darauf hindeutet, dass die Wirtschaft auf Stagflation zusteuern könnte, was die Federal Reserve zwingen könnte, ihren Zinssenkungszyklus im Juni wieder aufzunehmen.
Die Bedenken wurden durch den enttäuschenden US ISM Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) am Dienstag angeheizt, der im März von 50,3 auf 49 fiel und anzeigte, dass die Geschäftstätigkeit zum ersten Mal seit drei Monaten zurückging.
Der Bericht zeigte auch, dass die Inflation an der Fabriktür auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren sprang und der Beschäftigungsindex einen Rückgang der Beschäftigung in diesem Sektor in beschleunigtem Tempo während des berichteten Monats hervorhob.
Zusätzlich zeigte die Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS), dass die Zahl der offenen Stellen am letzten Geschäftstag im Februar bei 7,56 Millionen lag, ein Rückgang von 7,76 Millionen im Vormonat.
Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Märkte derzeit die Möglichkeit ein, dass die Fed in diesem Jahr die Zinsen um 80 Basispunkte senken könnte, was den US-Dollar untergräbt und dem zinslosen gelben Metall weiter zugutekommt.
Die asiatischen Aktienmärkte folgten den nächtlichen Gewinnen an der Wall Street, was zusammen mit überkauften Bedingungen die XAU/USD-Bullen davon abhalten könnte, neue Wetten vor der bevorstehenden Ankündigung von Trumps reziproken Zöllen abzuschließen.
In der Zwischenzeit könnte die Veröffentlichung des US ADP-Berichts über die Beschäftigung im privaten Sektor und die Daten zu den Fabrikaufträgen den USD beeinflussen, was dem Edelmetall später während der frühen nordamerikanischen Sitzung Auftrieb geben könnte.
Konstruktive Goldpreissetup unterstützt die Aussicht auf zusätzliche Gewinne; überkaufte tägliche RSI erfordert Vorsicht
Aus technischer Sicht stoppte der nächtliche Rückgang vom Allzeithoch in der Nähe der Marke von $3.100 und die anschließende Aufwärtsbewegung begünstigt bullishe Händler. Dennoch liegt der tägliche Relative Strength Index (RSI) deutlich über der 70-Marke und weist auf überkaufte Bedingungen hin, was es ratsam macht, auf eine kurzfristige Konsolidierung oder einen moderaten Rückgang zu warten, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert. Nichtsdestotrotz deutet das konstruktive Setup darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für den Goldpreis weiterhin nach oben zeigt.
In der Zwischenzeit könnte die runde Zahl von $3.100 weiterhin die unmittelbare Unterseite schützen und als zentraler Drehpunkt fungieren. Ein überzeugender Durchbruch darunter könnte jedoch einige Long-Positionen auflösen und den Goldpreis unter die $3.076-Marke ziehen, oder das wöchentliche Tief, das am Montag erreicht wurde, in Richtung der Widerstandsmarke von $3.057-3.058. Der Abwärtstrend könnte sich weiter in Richtung der Unterstützungszone von $3.036-3.035 fortsetzen, auf dem Weg zur psychologischen Marke von $3.000, die als starke Basis für das XAU/USD dienen sollte.
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