Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, warnte am Mittwoch: "Zölle sind nicht gut für die globale Wirtschaft."
"Die Inflation ist sehr nah am Ziel."
"Es gibt noch ein wenig Arbeit bei der Inflation zu tun."
"Vorhersehbarkeit ist im Moment sehr rar, wir wissen einfach nicht, wie das US-Abkommen mit dem Rest der Welt aussehen wird."
"Im Moment gibt es viel weniger Begeisterung für Investitionen in den USA, ein Stopp und Halten, bis es mehr Sicherheit gibt."
Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt EUR/USD immer noch um 0,14% im Minus und handelt nahe 1,0800.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.