Laut zwei Bundeshandelsberatern berichtete The Globe and Mail am frühen Mittwoch, dass "Ottawa keine Abgaben auf die meisten US-Lebensmittel und -Komponenten erheben wird, die die Kosten für Familien erhöhen oder zu Massenentlassungen oder Werksschließungen führen könnten."
Diese Kommentare folgen dem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) vom Sonntag, dass das Weiße Haus erwägt, globale Zölle von bis zu 20 % auf fast alle US-Handelspartner zu erheben.
US-Präsident Donald Trump wird am Mittwoch um 19 Uhr GMT im Rosengarten des Weißen Hauses Zölle nach Ländern ankündigen.
Zum Zeitpunkt des Schreibens bleibt USD/CAD bei etwa 0,4300 unter Druck, da der kanadische Dollar (CAD) aus den obigen Kommentaren etwas Stärke schöpft.
Obwohl sowohl Zölle als auch Steuern staatliche Einnahmen generieren, die zur Finanzierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Zölle werden im Voraus bei der Einfuhr am Hafen entrichtet, während Steuern beim Kaufzeitpunkt bezahlt werden. Steuern werden Einzelpersonen und Unternehmen auferlegt, während Zölle von Importeuren gezahlt werden.
Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Nutzung von Zöllen. Einige argumentieren, dass Zölle notwendig sind, um heimische Industrien zu schützen und Handelsungleichgewichte auszugleichen. Andere sehen Zölle als schädliches Instrument an, da sie langfristig die Preise in die Höhe treiben könnten und durch sogenannte „Auge-um-Auge-Zölle“ einen schädlichen Handelskrieg auslösen könnten.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat Donald Trump deutlich gemacht, dass er Zölle einsetzen will, um die US-Wirtschaft und amerikanische Produzenten zu unterstützen. Im Jahr 2024 machten Mexiko, China und Kanada 42 % der gesamten US-Importe aus. Laut dem US Census Bureau war Mexiko in diesem Zeitraum mit Exporten im Wert von 466,6 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner. Daher plant Trump, sich bei der Verhängung von Zöllen auf diese drei Länder zu konzentrieren. Außerdem möchte er die durch Zölle generierten Einnahmen nutzen, um die Einkommensteuer für Privatpersonen zu senken.