Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) erholte sich am Montag um 300 Punkte und holte damit verlorenes Terrain aus dem Aktienrückgang am vergangenen Freitag zurück. Der Präsident der Vereinigten Staaten (US), Donald Trump, steht kurz davor, seine lange angedrohten, aber immer noch unklaren Zollpakete am 2. April zu enthüllen, was die Anlegerstimmung im gesamten Markt dämpft.
Der Dow Jones kletterte um sieben Zehntel Prozent und sprang wieder über die 41.700-Marke, um die neue Handelswoche zu beginnen. Die anderen wichtigen Aktienindizes hatten jedoch weiterhin Schwierigkeiten. Der Standard & Poor’s 500 gab um ein Fünftel Prozent auf 5.570 nach, während der technologieorientierte Nasdaq Composite um 200 Punkte auf einen Rückgang von einem vollen Prozent fiel.
Die Trump-Administration steuert auf ihre selbst gesetzte Frist zu, um eine breite Palette von Zöllen gegen die meisten Handelspartner der USA einzuführen. Präsident Donald Trump bezeichnet den 2. April weiterhin als "Bef liberation Day" und besteht darauf, dass die Pläne seiner Administration, unter anderem eine 25%ige Zoll auf praktisch alle in den USA verkauften Fahrzeuge und umfassende "reziproke" Zölle auf jedes Land, das eigene Importbeschränkungen auf US-Waren hat, durchzusetzen. Zusätzliche Zölle werden auf die Europäische Union (EU) und Kanada sowie auf jedes Land erwartet, das venezolanisches Rohöl kauft.
Die US Nonfarm Payrolls (NFP) stehen später in dieser Woche im Fokus und sollen am Freitag veröffentlicht werden. Die NFP dieser Woche könnte erhebliches Anlegerinteresse wecken, da die US-Wirtschaft mit Anzeichen einer wirtschaftlichen Verlangsamung zu kämpfen hat, und wird auch als Indikator für den Arbeitsmarkt dienen, nachdem die Zölle der US-Administration in Kraft treten.
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Die Erholung des Dow Jones am Montag hat eine dreitägige Verlustserie beendet und die kurzfristigen bärischen Strömungen gebremst. Allerdings sieht es im Blickfeld nicht gerade rosig aus: Der DJIA handelt weiterhin unter dem 200-Tage Exponential Moving Average (EMA) nahe 42.080, und der wichtige Aktienindex liegt immer noch fast 3% unter dem letzten Hoch von 42.800.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.