Ripple (XRP) konnte am Mittwoch um 3 % zulegen, nachdem die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC die Gründung einer neuen Krypto-Taskforce angekündigt hat. Diese Einheit soll einen klareren regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte entwickeln. Gleichzeitig steigt das Interesse institutioneller Anleger – mehrere Vermögensverwalter haben ihre Anträge für einen XRP-ETF verstärkt.
Die Bildung der neuen Krypto-Taskforce könnte ein entscheidender Wendepunkt für Ripple sein. Mit einer klareren Regulierung könnte die SEC unter ihrer neuen Führung den langjährigen Rechtsstreit mit Ripple möglicherweise beenden. Auf der SEC-Website wurde eine nicht-öffentliche Sitzung mit dem neuen kommissarischen Vorsitzenden Mark Uyeda für Donnerstag angekündigt.
Auf der Agenda stehen unter anderem laufende Klagen und Durchsetzungsverfahren. Der Fall Ripple könnte dabei ganz oben auf der Liste stehen. Unter der vorherigen SEC-Führung zog sich der Rechtsstreit fast vier Jahre hin – jetzt könnten die neuen regulatorischen Reformen für eine Lösung sorgen.
Auch Ripples Chefjustiziar Stuart Alderoty sieht die jüngsten Entwicklungen positiv. In einem aktuellen Post auf X schrieb er:
"Ich freue mich darauf, mit der neuen Krypto-Taskforce zusammenzuarbeiten, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren."
Doch Ripple bleibt nicht nur auf die SEC konzentriert. Vor zwei Wochen nahmen Führungskräfte des Unternehmens an einem Abendessen mit dem ehemaligen US-Präsidenten teil – ein klares Zeichen dafür, dass Ripple strategisch versucht, seine Beziehungen zur Trump-Administration zu vertiefen.
Die Krypto-Community blickt gespannt auf die Möglichkeit einer baldigen Genehmigung eines XRP-ETFs. In den USA sind derzeit elf entsprechende Anträge von bekannten Vermögensverwaltern anhängig, darunter ProShares, Bitwise, WisdomTree und 21Shares. Eine positive Entscheidung könnte frisches Kapital in den Markt bringen und den Kurs weiter antreiben.
Während sich die Erwartungen am Markt auf einen ETF richten, zeigen Daten eine interessante Entwicklung: Die XRP-Bestände auf den größten Kryptobörsen Binance, Bithumb und Upbit sind in den letzten zwei Wochen deutlich gesunken. Insgesamt wurden mehr als 300 Millionen XRP abgezogen – ein starkes Indiz dafür, dass Anleger auf langfristige Kursgewinne setzen.
Auch aus charttechnischer Sicht gibt es Grund zur Hoffnung. Laut Daten von Coinglass wurden in den letzten 24 Stunden XRP-Futures im Wert von 6,91 Millionen US-Dollar gehandelt. Long-Positionen in Höhe von 4,38 Millionen US-Dollar und Short-Positionen über 2,53 Millionen US-Dollar wurden liquidiert.
Aktuell bildet sich eine klassische bullische Flaggenformation aus. XRP konsolidiert in einer Spanne zwischen 2,90 und 3,38 US-Dollar, was auf eine bevorstehende Aufwärtsbewegung hindeutet. Bereits im Januar durchbrach XRP eine wichtige Abwärtstrendlinie und löste damit eine starke Rally aus.
Sollte XRP den oberen Widerstand der aktuellen Formation durchbrechen, könnte sich die Aufwärtsbewegung, die bereits im November begann, weiter fortsetzen. Ein neues Allzeithoch über 3,55 US-Dollar wäre dann möglich.
Auf der anderen Seite bleibt die 2,90-Dollar-Marke eine wichtige Unterstützung. Sollte der Kurs darunter fallen, könnte XRP bis auf 2,33 US-Dollar abrutschen und das bullische Szenario wäre zunächst vom Tisch.
Mit der Gründung der SEC-Krypto-Taskforce steigen die Chancen, dass Ripple endlich regulatorische Klarheit erhält. Die Aussicht auf einen baldigen ETF-Start sorgt zusätzlich für Optimismus unter Anlegern. Während die Marktentwicklung weiterhin dynamisch bleibt, deutet vieles darauf hin, dass XRP sich auf den nächsten großen Sprung vorbereitet.