XRP unter Druck: Droht Ripple jetzt der SUPER-GAU?

Quelle Fxstreet

Ripple's XRP hat am Freitag rund 4 % verloren – ein Rückgang, der eng mit den sinkenden Finanzierungsraten zusammenhängt. Sollte die aktuelle Schwächephase im Kryptomarkt anhalten, könnte XRP auf das wichtige Unterstützungsniveau von $2,17 fallen.

Was steckt hinter den sinkenden Finanzierungsraten?

Die Finanzierungsraten für XRP haben sich in den letzten 24 Stunden ins Negative gedreht und liegen laut Coinglass-Daten deutlich unter dem stabilen Durchschnittswert von 0,01 %.

XRP

Finanzierungsraten sind essenziell für den Futures-Markt: Sie gleichen den Preis eines Derivats an den Spotpreis des Basiswertes an. Wenn die Finanzierungsrate negativ ist, bedeutet das, dass Short-Trader (die auf fallende Kurse setzen) eine Gebühr an Long-Trader zahlen müssen. Positive Finanzierungsraten funktionieren genau umgekehrt. Ein Rückgang ins Negative ist ein klares Signal für erhöhten Verkaufsdruck.

Ein weiteres Indiz für die Marktstimmung: Das Open Interest – also der Gesamtwert offener Futures-Positionen – bleibt auf hohem Niveau. Das deutet darauf hin, dass Trader trotz der Abwärtsbewegung noch stark im Markt engagiert sind. Doch statt Panikverkäufen scheinen viele Anleger die Gelegenheit zu nutzen, um bei niedrigeren Kursen zuzugreifen. Große Kryptobörsen wie Binance, OKX, Kraken und Bybit melden steigende Netto-Abflüsse – ein klares Zeichen für Kaufdruck.

XRP

Ripple treibt Expansion mit Stablecoin RLUSD voran

Inmitten der aktuellen Marktschwäche hält Ripple an seinen Wachstumsplänen fest. Ripple-Präsidentin Monica Long verriet in einem Interview mit Bloomberg Crypto, dass der firmeneigene Stablecoin RLUSD 2025 auf weiteren großen Börsen gelistet werden soll. Der jüngste Partner in diesem Vorhaben: Bitstamp. Außerdem ließ sie durchblicken, dass nach den Bitcoin- und Ether-ETFs ein XRP-ETF der nächste große Schritt sein könnte.

Charttechnik: Doppel-Top deutet auf mögliche Korrektur hin

Die technische Analyse zeigt derzeit ein gemischtes Bild. In den letzten 24 Stunden wurden XRP-Futures im Gesamtwert von $11,76 Millionen liquidiert. Auffällig ist, dass die Liquidationen bei den Long-Positionen mit $9,54 Millionen deutlich über denen der Short-Positionen liegen, die sich auf $2,22 Millionen belaufen. Das deutet darauf hin, dass viele Anleger ihre bullischen Wetten aufgeben mussten.

XRP

Auf dem 8-Stunden-Chart hat sich ein Doppel-Top-Muster gebildet – ein klassisches Umkehrsignal. Nachdem der Kurs zweimal an der oberen Begrenzung einer Pennant-Formation gescheitert ist, fiel XRP unter die Unterstützung bei $2,33. Sollte der Rückgang anhalten, könnte die Marke bei $2,17 als nächste Verteidigungslinie dienen.

Falls diese Unterstützung bricht, könnte XRP auf die untere Begrenzung der Formation zurückfallen. Ein weiterer Rutsch unter $1,96 würde ein sogenanntes Rounding-Top-Muster bestätigen und den Kurs in Richtung $1,71 drücken. Dieses Ziel leitet sich aus der Höhe der Formation ab und wird nach unten projiziert.

Bullishes Szenario bleibt im Spiel

Auf der anderen Seite könnte XRP auch die Kehrtwende schaffen. Sollte es gelingen, über der oberen Begrenzung der Pennant-Formation zu schließen, könnte der Kurs einen Anstieg bis zur $2,90-Marke versuchen. Ein nachhaltiger Schlusskurs über $2,90 würde das aktuelle bearishe Szenario vollständig entkräften.

Technische Indikatoren bestätigen Abwärtstrend

Die aktuellen Werte des Relative Strength Index (RSI) und des Stochastic Oscillators (Stoch) liegen unter ihren neutralen Marken. Das deutet darauf hin, dass das Momentum momentan auf der Seite der Bären ist. Doch solche Indikatoren bewegen sich häufig in Extrembereichen, bevor es zu einer Gegenbewegung kommt.

Fazit: Kritische Phase für XRP

XRP steht an einem entscheidenden Punkt: Sollte die Unterstützung bei $2,17 nicht halten, drohen weitere Rücksetzer. Auf der anderen Seite könnten Käufer bei diesem Niveau zuschlagen und einen Rebound einleiten. Vor allem das allgemeine Marktumfeld dürfte den nächsten Kursimpuls geben. Wer hier investiert, sollte aufmerksam bleiben – denn sowohl Rückschläge als auch Chancen sind in greifbarer Nähe.

SEC vs Ripple FAQs

Ein Gerichtsurteil aus dem Juli 2023 stellte fest, dass der Status des XRP-Tokens als Wertpapier von der Art der Transaktion abhängt. Für institutionelle Investoren gilt XRP als Wertpapier, für Kleinanleger jedoch nicht.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC erhob gegen Ripple und dessen Führungskräfte den Vorwurf, durch den Verkauf von XRP-Token im Rahmen eines nicht registrierten Vermögensangebots über 1,3 Milliarden US-Dollar eingenommen zu haben. In einem entscheidenden Urteil stellte der Richter fest, dass programmatische Verkäufe von XRP nicht als Wertpapiere einzustufen sind. Verkäufe an institutionelle Investoren wurden jedoch als Investitionsverträge bewertet. Damit verstieß Ripple gegen US-Wertpapiergesetze und wurde zu einer zivilrechtlichen Strafe von 125 Millionen US-Dollar verurteilt.

Das Urteil stellt sowohl für Ripple als auch für die SEC einen Teilerfolg dar, abhängig von der jeweiligen Perspektive. Ripple konnte einen bedeutenden Sieg erzielen, indem programmatische Verkäufe nicht als Wertpapiere eingestuft wurden. Experten sehen hierin ein positives Signal für den gesamten Kryptomarkt, da viele der von der SEC verfolgten Vermögenswerte von dezentralen Organisationen ausgegeben wurden, die ihre Token hauptsächlich über Handelsplattformen an Privatanleger verkauft haben. Dennoch bleibt die zentrale Frage, was ein digitales Asset zu einem Wertpapier macht, weiterhin ungeklärt. Es ist somit noch ungewiss, ob dieses Urteil als Präzedenzfall für andere offene Fälle dienen wird, die zahlreiche digitale Vermögenswerte betreffen. Ungeklärte Punkte wie der richtige Grad an Dezentralisierung, um eine Einstufung als Wertpapier zu vermeiden, oder die Abgrenzung zwischen institutionellen und programmatischen Verkäufen bleiben weiterhin offen.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat ihre Bemühungen intensiviert, gegen die Blockchain- und Digital-Asset-Industrie vorzugehen. Klagen gegen Plattformen wie Coinbase und Binance zielen darauf ab, vermeintliche Verstöße gegen das US-Wertpapiergesetz zu ahnden. Die SEC argumentiert, dass die meisten Kryptowährungen als Wertpapiere einzustufen seien und somit strikter Regulierung unterlägen. Auch wenn die Beklagten Teile des Ripple-Urteils für sich nutzen könnten, bleibt der SEC genug Spielraum, um ihre Strategie der „Regulierung durch Durchsetzung“ weiterzuverfolgen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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