Der USD/JPY handelt volatil, da US-Präsident Donald Trump am Tag der Befreiung reziproke Zölle ankündigt, die ab dem 3. April in Kraft treten. Das Paar bewegt sich innerhalb der Spanne von 149,09 – 150,48, während Trump spricht, und bleibt praktisch unverändert.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die USA 10% Zölle auf alle Importe und 25% Abgaben auf Automobile erheben werden. Diese Abgaben treten am 3. April in Kraft.
Reziproke Zölle werden auf einige Länder angewendet. China wird mit 34% Abgaben belegt, die Europäische Union mit 20%, Vietnam mit 46%, Japan mit 24% und das Vereinigte Königreich mit 10%.
Der USD/JPY durchbrach zunächst die 150,00-Marke, bevor Trump ein Diagramm mit den Zöllen auf andere Länder zeigte. Danach fiel der USD/JPY um über 35 Pips, da Händler, die Sicherheit suchten, den japanischen Yen kauften.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.