AUD/USD fiel am Montag um 0,40%, da die Risikoaversion auf das Paar drückte. Bedenken über eine Verlangsamung der US-Wirtschaft unterstützten zunächst den Australischen Dollar (AUD), aber schwache Inflationsdaten aus China und Handelskonflikte belasteten das Paar. Die Kommentare von Präsident Donald Trump über eine "Übergangsphase" schürten Unsicherheit über die US-Aussichten, während ein stärker als erwarteter Rückgang des Verbraucherpreisindex (CPI) in China auf eine nachlassende Nachfrage hinwies und die Abwärtsrisiken für AUD/USD verstärkte.
Das AUD/USD-Paar fiel am Montag und bewegte sich in Richtung einer wichtigen Unterstützungszone, da die Verkäufer an Momentum gewannen. Das Paar hatte Schwierigkeiten, frühe Gewinne zu halten, und zog sich zurück, da Bedenken über die US- und chinesischen Wirtschaft die Risikostimmung belasteten. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator zeigt weiterhin abnehmende rote Histogrammbalken, was das bärische Momentum verstärkt. In der Zwischenzeit ist der Relative Strength Index (RSI) auf 48 gefallen und hat damit den negativen Bereich betreten, was auf erhöhte Abwärtsrisiken hinweist.
Das Paar handelt unter dem 20-Tage-Simple Moving Average (SMA), und ein Scheitern, dieses Niveau zurückzugewinnen, könnte die Verluste beschleunigen. Wenn das bärische Momentum anhält, wird Unterstützung im Bereich von 0,6200 gesehen, während der Widerstand bei 0,6320 bleibt, wobei ein Ausbruch über dieses Niveau erforderlich ist, um die Stimmung in Richtung der Bullen zu verschieben.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.