Das Pfund Sterling hat Schwierigkeiten, die Marke von 1,2600 gegenüber dem US-Dollar zu überwinden, ist jedoch auf dem besten Weg, den ersten monatlichen Gewinn seit September 2024 zu erzielen. Der Bericht über den bevorzugten Inflationsindikator der Federal Reserve (Fed stimmte mit den Schätzungen überein und deutete darauf hin, dass der Desinflationsprozess ins Stocken geraten ist, bleibt jedoch nahe dem Ziel der Fed. GBP/USD wird bei 1,2607 gehandelt, praktisch unverändert.
Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) in den USA stieg im Monatsvergleich um 0,3% gegenüber Dezember und erhöhte sich im Jahresvergleich um 2,6%, wie geschätzt, nach einem Anstieg von 2,8% im Dezember. Die Gesamtinflation erweiterte sich wie erwartet auf 2,5% im Jahresvergleich, sank von 2,6% und blieb jeden Monat unverändert bei 0,3% wie prognostiziert.
In der Zwischenzeit verdauten die Händler weiterhin die Zollrhetorik von US-Präsident Donald Trump. Er sagte, die 25% Zölle auf Mexiko und Kanada würden nächste Woche beginnen, zusammen mit zusätzlichen 10% auf China.
Früher sagte Cleveland Fed Beth Hammack, dass eine Zinserhöhung nicht in ihrem aktuellen Ausblick sei, dass die Inflationserwartungen weiterhin verankert sind und dass unklar sei, wie weit Zölle die Wirtschaft und folglich die Geldpolitik beeinflussen könnten.
Auf der anderen Seite des Teichs sagte der Gouverneur der Bank of England (BoE), David Ramsden, dass die Risiken, das Inflationsziel von 2% im mittelfristigen Zeitraum zu erreichen, beidseitig sind und nicht mehr nach unten geneigt sind.
GBP/USD hat etwas Boden gutgemacht, bleibt jedoch nach unten geneigt, obwohl es sich im Bereich von 1,2549 – 1,2700 konsolidiert. Um ihre Gewinne auszubauen, müssen die Käufer die Marke von 1,2700 überwinden, gefolgt vom 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,2785. Weitere Gewinne werden über 1,2800 erwartet.
Umgekehrt, wenn die Verkäufer es schaffen, das Hauptpaar daran zu hindern, täglich über 1,2600 zu schließen, könnte dies den Weg für einen Test des Tageshochs vom 5. Februar bei 1,2549 ebnen. Wenn diese Marke überschritten wird, könnten die Verkäufer den 50-Tage-SMA bei 1,2457 herausfordern.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.