Ethereum-Kursprognose: ETH setzt auf Erholung im zweiten Quartal – Rückenwind durch Pectra-Upgrade und DEX-Marktführerschaft

Ethereum-Kurs aktuell: 1.910 US-Dollar
Im März überholte Ethereum Solana beim Handelsvolumen auf dezentralen Börsen (DEX), nachdem die Aktivität im Memecoin-Sektor spürbar zurückgegangen war.
Laut einem Analysten von Derive könnte das kommende Pectra-Upgrade einen möglichen Rebound von ETH bis Ende des zweiten Quartals unterstützen.
Zuvor war es ETH nicht gelungen, ein technisches Rounding-Top-Muster zu bestätigen, nachdem der Kurs an der Unterstützung bei 1.800 US-Dollar abgeprallt war.
Am Dienstag legte Ethereum (ETH) um 5 % zu und startete damit mit positiver Dynamik ins zweite Quartal – nach dem schwächsten Q1-Ergebnis seit 2018. Die führende Altcoin könnte im Verlauf des Quartals eine Erholung verzeichnen, gestützt durch Marktführerschaft im DEX-Handel und das anstehende Pectra-Upgrade.
Ethereum: Aufholjagd im zweiten Quartal möglich
Im März erreichte Ethereum erstmals seit September 2024 wieder die Spitzenposition im DEX-Handel unter den führenden Blockchains. Laut Daten von DeFiLlama lag das Gesamtvolumen auf Ethereum-basierten DEXs bei 64,69 Milliarden US-Dollar, während Solana auf 52,62 Milliarden kam.
Allerdings liegt das Gesamtvolumen dezentraler Börsen weiterhin deutlich unter den Niveaus der Vormonate – insbesondere im Januar, als Solana und Ethereum kumulativ 258,49 bzw. 86,11 Milliarden US-Dollar verzeichneten.
DEXs volume by chain. Source: DefiLlama
Der Rückgang lässt sich vor allem auf die stark gesunkene Memecoin-Aktivität zurückführen – ausgelöst durch die Zolldrohungen von Ex-Präsident Donald Trump –, die den allgemeinen Abwärtstrend am Kryptomarkt verstärkte.
Trotz der Führungsposition im März verzeichnete Ethereum in diesem Monat einen Kursrückgang von 21 %.
Mit einem Rückgang von 45 % erlebte Ethereum im ersten Quartal 2024 laut Coinglass-Daten das schlechteste Q1-Ergebnis seit 2018 – und die schwächste Quartalsperformance insgesamt seit dem Bärenmarkt im zweiten Quartal 2022.
Die geplante Einführung des Pectra-Upgrades am 30. April könnte jedoch für neue Impulse sorgen. Sollte das Upgrade wie erwartet live gehen, könnte Ethereum Solana erneut beim Volumen überholen – und möglicherweise eine Kurserholung einleiten. Historisch gesehen ist das zweite Quartal für ETH tendenziell besonders stark.
Sean Dawson, Head of Research bei der Krypto-Derivatebörse Derive, kommentiert:
„ETH könnte im April noch unter Druck bleiben, da sowohl die Transaktionsaktivität als auch die ETF-Zuflüsse stagnieren. Doch mit dem Pectra-Upgrade und dem nahenden ETH CC in Cannes steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erholung bis Quartalsende.“
Basierend auf Derive-Handelsdaten sieht Dawson eine 22 % Wahrscheinlichkeit, dass der ETH-Kurs bis zum 25. April unter 1.600 US-Dollar fällt – und eine 17 % Chance, dass er über 2.000 US-Dollar steigt.
Das Pectra-Upgrade soll mehrere neue Funktionen einführen, darunter Wallet-Recovery, Transaktionsbündelung (Batching) und die sogenannte Blob-Expansion – ein Schritt in Richtung mehr Skalierbarkeit und Nutzerfreundlichkeit im Ethereum-Netzwerk.
Ethereum-Kursprognose: ETH prallt bei 1.800 USD ab – Rounding-Top bleibt unbestätigt
Laut Coinglass-Daten wurden in den vergangenen 24 Stunden Ethereum-Futures im Wert von 45,80 Millionen US-Dollar liquidiert – darunter 9,73 Millionen Long-Positionen und 36,07 Millionen Shorts.
ETH prallte am Dienstag von der Unterstützung bei 1.800 US-Dollar ab und legte um 5 % zu, nachdem es zuvor nicht gelungen war, ein Rounding-Top-Muster im Wochenchart zu bestätigen. Der nächste relevante Widerstand liegt nun bei 2.070 US-Dollar – eine Marke, an der ETH bereits zwei Wochen in Folge gescheitert ist.
ETH/USDT weekly chart
Sollte ETH die Widerstände bei 2.070, 2.260 US-Dollar und die fallende Trendlinie seit dem 16. Dezember überwinden, könnte eine neue Aufwärtsbewegung beginnen.
Ein erneuter Rückfall unter die 1.800-Dollar-Marke könnte hingegen zu einem Test der Unterstützung bei 1.500 US-Dollar führen.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell noch unter dem neutralen Bereich, während der Stochastic-Oszillator (Stoch) bereits seit Februar im überverkauften Bereich verharrt – ein Zeichen für anhaltende bärische Dynamik. Beide Indikatoren müssten über ihre Durchschnittslinien und die neutralen Schwellen steigen, um ein nachhaltiges bullisches Signal zu bestätigen.
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