Fed-Zinssenkung: Wahrscheinlichkeit für 0,5 % Zinsschritt im September steigt enorm

Autor: Investing.com
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Investing.com – In einem überraschenden Wendepunkt der Geldpolitik haben die 30-Tage-Futures-Preise der CME Group (NASDAQ:CME) eine dramatische Veränderung der Erwartungen für die nächste Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) aufgezeigt. Die Wahrscheinlichkeit einer doppelten Zinssenkung im September ist deutlich gestiegen, was die Diskussionen über die zukünftige wirtschaftliche Stabilität und die Glaubwürdigkeit der Fed neu entfacht.


Hintergrund und aktuelle Entwicklungen


Die aktuellen Marktspekulationen wurden durch eine unerwartete Aussage des ehemaligen Präsidenten der New Yorker Federal Reserve, Bill Dudley, angeheizt. Dudley, ein langjähriger Verfechter höherer und längerer Zinsen, hat kürzlich angesichts wachsender Rezessionssorgen eine sofortige Zinssenkung gefordert. Dies stellt einen bemerkenswerten Wandel in seiner Position dar und hat die Debatte über eine geeignete Geldpolitik neu belebt.


Laut den Daten der CME Group stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 50 Basispunkte auf einen Zielsatz von 4,75-5,00 % auf 22,3 %. Nur einen Tag zuvor lag diese noch bei 10,7 % und eine Woche zuvor bei nicht erwähnenswerten 3 %.


Gleichzeitig sank die Wahrscheinlichkeit einer Senkung um 25 Basispunkte auf 5,00-5,25 % auf 76,2 % von zuvor 89,1 % am Vortag und 95 % in der Vorwoche. Sogar die Wahrscheinlichkeit einer drastischeren Senkung um 75 Basispunkte hat zugenommen, wenn auch nur leicht auf 1,5 % von 0,3 % am Vortag.


Die Risiken


Diese verschobenen Wahrscheinlichkeiten werfen erhebliche Fragen über die zukünftige wirtschaftliche Stabilität und die Glaubwürdigkeit der Fed auf. Eine doppelte Zinssenkung könnte zwar kurzfristig die Rezessionsängste lindern, aber auf lange Sicht schwerwiegende Folgen haben. Kritiker argumentieren, dass eine aggressive Lockerung der Geldpolitik die Inflation anheizen und die finanzielle Disziplin untergraben könnte.


Bill Dudleys plötzlicher Meinungsumschwung verstärkt die Unsicherheit. Wenn selbst langjährige Befürworter einer restriktiveren Geldpolitik plötzlich eine lockerere Haltung einnehmen, könnte dies das Vertrauen in die Stabilität und Vorhersehbarkeit der Fed untergraben. Es entsteht der Eindruck, dass die Zentralbank unter externem Druck handelt, anstatt einer klaren und kohärenten Strategie zu folgen.

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