Hohe Preise führen zu einem leichten Rückgang der Kakao-Importe

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  • Die Kakaopreise haben sich fast verdoppelt, was auf Missernten in Westafrika zurückzuführen ist, während die Importe nach Deutschland nur geringfügig sanken.


  • Trotz steigender Preise bleibt die Nachfrage nach Schokolade stabil, mit nur einem leichten Verkaufsrückgang von 1,3 Prozent in den letzten zwölf Monaten.


  • Die deutsche Süßwarenindustrie verzeichnete 2022 eine Produktionssteigerung von kakohaltigen Schokoladenerzeugnissen um 4,6 Prozent.


Trotz rekordhoher Kakaopreise ist der Import nach Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres nur geringfügig um 1,6 Prozent auf 540.400 Tonnen gesunken, so das Statistische Bundesamt. Im Oktober lagen die Preise für Kakao in seinen Verarbeitungsstufen fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Der Preisanstieg, der im April seinen Höhepunkt erreichte, ist auf Missernten in Westafrika zurückzuführen, von wo aus knapp ein Drittel der Kakaolieferungen nach Deutschland stammt.


Infolge dieser Entwicklungen haben deutsche Konsumenten erhebliche Preissteigerungen bei Schokolade hinnehmen müssen. Laut einer Analyse von Smhaggle für die Deutsche Presse-Agentur wurden die Preisanhebungen weitgehend akzeptiert, und die Hersteller planen weitere Erhöhungen. Dennoch sind die Schokoladenverkäufe in den letzten zwölf Monaten lediglich um 1,3 Prozent zurückgegangen, wie die Marktforscher von NIQ berichten.


Trotz der Herausforderungen hat die Süßwarenindustrie in Deutschland im vergangenen Jahr ihre Produktion deutlich gesteigert. Mit einer Produktion von 1,14 Millionen Tonnen an kakaohaltigen Schokoladenerzeugnissen verzeichnete die Branche eine Zunahme von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was einem Warenwert von 6,48 Milliarden Euro entspricht. Dieser Zuwachs unterstreicht die Bedeutung der Schokolade als beliebtes Genussmittel trotz zunehmender wirtschaftlicher Belastungen.

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